Eine "Belegschaft der Vielfalt" als Antwort auf den Fachkräftemangel

Im Rahmen des ESF-Bundesprogramms "XENOS - Integration und Vielfalt" setzt die GJB den Projektverbund "Belegschaft in Vielfalt" mit drei Partnern um. Das Projekt will in Zeiten von Fachkräftemangel und demografischem Wandel Arbeitnehmer/innen und Arbeitsuchenden eine Chance auf berufliche und gesellschaftliche Aufwärtsmobilität bieten. Zentrale Zielgruppe des Projektes sind Menschen mit Migrationshintergrund, aber auch Multiplikatoren in Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen.


Das Bundesprogramm "XENOS - Integration und Vielfalt" fördert Maßnahmen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung in den Bereichen Betrieb, Verwaltung, Ausbildung, Schule und Qualifizierung.

 

In der 2.Förderperiode von XENOS organisiert die GJB den Projektverbund "Belegschaft in Vielfalt" in vier Teilprojekten:

XENOS verbindet arbeitsmarktbezogene Aktivitäten mit Maßnahmen für Toleranz, Demokratie und Vielfalt. Das Programm verfolgt das Ziel, Demokratiebewusstsein und Toleranz zu stärken und Fremdenfeindlichkeit und Rassismus abzubauen. Dabei geht es insbesondere um präventive Maßnahmen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft.

 

Der Projektverbund "Belegschaft in Vielfalt" will gemäß den Zielsetzungen des XENOS-Programms und angesichts eines regionalen Fachkräftemangels, einen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit von Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU) leisten, in dem die Bildungs- und Qualifizierungspotenziale von Menschen mit geringer und mittlerer Qualifikation in den Unternehmen und in öffentlichen Verwaltungen aktiviert werden. Dabei geht es v.a. darum, die "schlummernden und ungenutzen" Potenziale zu entdecken und gemeinsam mit Personalverwortlichen zukunftsfähig zu entwickeln.

 

Viele Menschen mit Migrationshintergrund oder auch andere, am Arbeitsmarkt benachteiligte Personengruppen haben einen ausgeprägten Wunsch sich beruflich weiterzuentwickeln und gesellschaftlich "aufzusteigen". Gleichzeitig sind sie oftmals unterwertig beschäftigt und schlecht über ihre Bildungs- und Aufstiegschancen informiert.

 

Das Projekt "Belegschaft in Vielfalt" und seine vier Teilprojekte führen insgesamt drei Arbeitspakete aus, die in ihren Instrumenten, Methoden und lokale Kooperationspartner auf die jeweiligen regionalen Gegebenheiten in den Kreisen Stuttgart, Göppingen, Ostalb- sowie Hohenlohekreis abgestimmt sind:

 

Arbeitspaket 1: "Fachkräftemangel überwinden"

Durch lokale und regionale Netzwerkstrukturen in allen vier Teilprojekten sollen v.a. Personalverantwortliche in KMU und öffentlichen Verwaltungen für Diversity Management sensibilisieret und interessiert werden. Im Hinblick auf die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen soll eine "Philosophie der Aufstiegsmobilität" etabliert werden, die eine bessere Nutzung der Ressourcen von mittel- und geringqualifizierten Arbeitnehmer/innen und arbeitsuchenden Menschen mit und ohne Migrationshintergrund ermöglicht.

 

Arbeitspaket 2 " Aufstiegspotenziale erkennen"

Um die Leistungspotenziale dieser Personengruppe entwickeln zu können, bedarf es unterschiedlicher Methoden um die individuellen Ressourcen zu identifizieren und fördern zu können.

Hierzu werden Aktivitäten wie beschäftigungsbegleitendes Coaching, Profilingmaßnahmen und Kompetenzanalysen für unterschiedlichen regionalen Zielgruppen durchgeführt.

 

Arbeitspaket 3 "Partzipation erhöhen"

Damit die identifizierten Potenziale optimal im HInblick auf die Stärkung von Beschäftigungsfähigkeit und von mehr Teilhabegerechtigkeit am Arbeitsmarkt gefördert werden, ist die Erhöhung der Weiterbildungsquote der genannten Zielgruppe wichtig.

Dabei werden betriebliche wie außerbetriebliche Fort- und Weiterbildungsangebote auf unterschiedlichen Qualifizierungsniveaus in einer Bandbreite von Training-on-the-Job-Modulen bis zu dualen Ausbildungsabschlüssen organisiert und durchgeführt.

 


Das XENOS-Projekt „Belegschaft in Vielfalt“ wird im Rahmen des Bundesprogramms „XENOS - Integration und Vielfalt“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.